Albrecht Morath

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Albrecht Morath (* 15. Januar 1880 in Berlin; † 21. September 1942 in St. Wolfgang) war ein deutscher Staatsbeamter und Politiker (DVP).

Leben und Tätigkeit

In seiner Jugend besuchte Morath von 1886 bis 1892 die Gemeindeschule in Berlin, dann als Freischüler von 1892 bis 1896 die Städtische 4. Realschule. Anschließend trat er in den Postdienst ein, in dem er es bis zum Oberpostinspektor in Berlin-Karlshorst bzw. um Postdirektor in Berlin-Zehlendorf brachte.

1904 wurde Morath Vorstandsmitglied des Jungliberalen Vereins und des Nationalliberalen Hauptvereins in Berlin. Im folgenden Jahr wurde er in den gesamtvorstand des Evangelischen Bundes zur Wahrung der deutschprotestantischen Interessen aufgenommen. Seit 1911 hatte er außerdem die Funktion des Schriftführers des Beamtenausschusses der Nationalliberalen Partei inne.

Von September 1914 bis 1918 nahm Morath als Kriegsfreiwillige am Ersten Weltkrieg teil, in dem er im Feldpostdienst als Führer der Feldpostexpedition bei einer Kavallerie-Schützendivision verwendet wurde.

Nach dem Krieg schloss Morath sich der Deutschen Volkspartei an. Für diese gehörte er von 1920 bis 1932 dem Reichstag der Weimarer Republik sieben Legislaturperioden lang als Abgeordneter an.

Morath verdiente seinen Lebensunterhalt als Oberpostinspektor. Von 1920 bis 1933 gehörte er als Abgeordneter für die Deutsche Volkspartei (DVP) dem an. Erstmals gewählt wurde er anlässlich der Reichstagswahl von 1920, anschließend wurde sein Mandat bei den beiden Wahlen von 1924, bei der Wahl von 1928, der Wahl von 1930 und den beiden Wahlen von 1932 bestätigt, bevor er schließlich anlässlich der Reichstagswahl vom März 1933 aus dem Parlament ausschied.

Innerhalb seiner Partei zählte er zum linken Flügel, unterhielt aber auch Kontakte zu Industriellen wie Hugo Stinnes.[1]

Neben seiner politischen Tätigkeit war Morath Mitarbeiter verschiedener Korrespondenzen, Fach- und Tageszeitungen, wobei er hauptsächlich zu Bevölkerungspolitik und Beamtenfragen schrieb.

Nach 1933 war Morath als Postrat im Reichspostzentralamt tätig.

Schriften

  • Nachrevolutionäre Beamtenpolitik, 1922.
  • Landnahme, 1923.
  • Reichsbesoldungsgesetz[besoldungsgesetz] vom 16. Dezember 1927, 1928.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. International Review of Social History, 1956, S. 370.