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Naturfreunde im Gespräch: Jacques Leton / Präsident der Naturfreunde Belgien-Wallonien
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Jacques Leton wurde im April als Präsident der Naturfreunde Belgien-Wallonien wiedergewählt. Im Gespräch erzählt er von seinen Zielen für die nächsten Jahre und seiner persönlichen Motivation für sein Engagement.  

Herzlichen Glückwünsch zur Wiederwahl als Präsident der Naturfreunde Wallonien! Ihr habt in den letzten Monaten intensive Diskussionen über die Weiterentwicklung eures Verbandes geführt. Was sind nun eure Ziele für die nächsten Jahre?

Unser vorrangiges Ziel ist es, das Durchschnittsalter unserer Mitglieder zu senken, indem wir die Jugendbewegung fördern. Junge Menschen für die Naturfreunde-Bewegung zu begeistern muss unser Ziel sein, wenn wir nicht aufgrund unserer Altersstruktur sterben wollen. Das ist eine schwierige Herausforderung, aber machbar, wenn wir uns Mühe geben und die nötigen Mittel dafür bereitstellen. Ich bin davon überzeugt, das die Naturfreunde immer ihren Platz auf der Welt haben werden und dass wir unseren ganzen Eifer darauf verwenden müssen, um unsere Mutter Erde und unsere Bewegung zu retten.


Ehrenamtliches Engagement bedeutet viel Arbeit und Verantwortung – aber natürlich auch die Möglichkeit, Dinge zu bewegen und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft zu leisten. Wo liegt deine persönliche Motivation für dein Engagement? Und was ist dir für deine Arbeit als Präsident besonders wichtig?


Es ist offensichtlich, dass "Arbeit und Verantwortung" wichtig sind und für die Zukunft unserer Erde untrennbar zusammengehören. Dennoch müssen wir erkennen, dass das keine einfache Sache ist. In diesem Sinn haben wir bei UFAN Überlegungen angestellt und auch darüber, wie wir die dafür nötigen Mittel bereitstellen können.


Die Naturfreunde Wallonien sind einer der kleineren Mitgliedsverbände der Naturfreunde Internationale und haben – wie auch viele andere Verbände – nur beschränkte Ressourcen für die internationale Arbeit. Welche internationalen Aktivitäten sollten die Naturfreunde deiner Meinung nach in den nächsten Jahren forcieren?

Wir sollten uns viel mehr für die Rettung unseres Planeten engagieren und dabei unsere Mitglieder stärker einbinden. Ich glaube, dass die NFI auch mehr Schutzprojekte auf europäischer Ebene initiieren soll. Ja, wir müssen unseren afrikanischen Freunden helfen – und davon bin ich überzeugt – aber auch die inhaltliche Arbeit hier bei uns ist wesentlich. Eine Annäherung der unterschiedlichen Organisationen soll ermöglicht werden, aber unsere Mittel sind ziemlich begrenzt und unser Mitglieder sprechen nicht immer darauf an.


Die Naturfreunde-Bewegung wird 2020 ihr 125-jähriges Jubiläum begehen. Was braucht es, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben?

Wir sollten unsere Truppen verjüngen, wenn wir würdig die 125 Jahre feiern und eine Zukunft haben wollen. Wir werden nur bestehen, wenn wir nicht nur Politik machen – was aktuell angesagt ist – sondern der Zukunft unserer Gemeinschaft und der Zukunft unserer Erde mehr Gewicht geben. Vergessen wir nicht unsere Ältesten, die hart gearbeitet haben für das, was wir jetzt haben. Wenn wir ihre Arbeit fortsetzen wollen, müssen wir kämpfen und unsere Bewegung verjüngen.
Ich denke auch, dass wir uns wieder darauf besinnen sollten, dass wir der Tourismusverband der Naturfreunde sind und nicht nur die Naturfreunde. Wir sind hier, um die Natur zu schützen, aber gleichzeitig sollten wir unseren Mitgliedern – und auch darüber hinaus – ermöglichen, die Natur zu entdecken.

(Juni 2018)

 

  

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