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Infos aus der Landschaft des Jahres 2018/2019 – Senegal/Gambia (11)
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© ASAN

Landschaft des Jahres Senegal /Gambia - Mit voller Fahrt voraus!
Nach einer großartigen Eröffnungsfeier mit 800 TeilnehmerInnen aus 11 Ländern sind die Motivation und die Erwartungen in der Region groß. Umso wichtiger ist es, rasch die nächsten Schritte zu setzen, um tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten bleiben die Baumpflanzungen in ausgewählten Dörfern, die von afrikanischen und europäischen NaturfreundInnen gemeinsam mit der Bevölkerung initiiert wurden.

 

2.000 Obstbäume wurden gepflanzt und müssen auch weiterhin betreut werden. Das Projektteam der Naturfreunde Senegal hat die Dörfer schon vor der Pflanzaktion besucht und die Bevölkerung in intensiven Gesprächen und informellen Workshops über das Projekt und die notwendige Pflege der Bäume aufgeklärt. Bei den Pflanzungen haben die Menschen aus den Dörfern mit großem Engagement mitgewirkt. Nach mittlerweile gut drei Monaten hat sich das Projektteam Anfang April erneut in die Dörfer aufgemacht, um nach den Bäumen zu sehen.

Mamadou Mbodji war mit dabei: „Es war gut zu sehen, dass die Menschen sich gut um die Bäume kümmern. Wo notwendig, haben wir Schutzvorrichtungen errichtet, um die Bäume vor hungrigen Weidetieren zu schützen. Und auch diesmal haben wir unseren Aufenthalt für intensive Gespräche mit der Bevölkerung genutzt: Wie pflegt man die Bäume richtig, wann können die ersten Früchte geerntet werden, wie kann das Obst verarbeitet und auch vermarktet werden?“ Vor allem auch die Frauen aus den Dörfern, die sich traditionell um die Gärten kümmern, haben sich mit großem Interesse eingebracht und freuen sich schon darauf, die ersten Früchte zu ernten und eventuell auch durch die Vermarktung des Obstes zum Familieneinkommen beitragen zu können.

Im November 2018 wird eine Gruppe deutscher NaturfreundInnen die Dörfer besuchen. Das Interesse der europäischen NaturfreundInnen wird von der Bevölkerung als große Wertschätzung erfahren – und trägt damit auch dazu bei, dass die Bäume gut behütet werden.

Um das Potenzial eines nachhaltigen Tourismus für die Entwicklung der Region — auch über die Dauer der Landschaft des Jahres hinaus — zu nutzen, ist für die nächsten Monate ein Seminar für regionale Tourismusverantwortliche geplant: Was braucht es, um die Region für den Tourismus attraktiver zu machen? Wie können wir Reisende motivieren, längere Zeit in der Region zu verweilen? Welche Anforderungen stellen insbesondere auch europäische Reisende an die Infrastruktur? Wie können wir die Bevölkerung in die Entwicklung des Tourismus miteinbeziehen? Wie viele TouristInnen können wir in unserer Region beherbergen, ohne ökologische und soziale Grenzen zu überschreiten? Und vor allem: Wie können wir sicherstellen, dass der Tourismus den Menschen in der Region zugute kommt und Konflikte, beispielsweise in Folge einer Übernutzung oder gar Zerstörung der natürlichen Ressourcen oder der Ausbeutung lokaler Arbeitskräfte, vermieden werden? Parallel dazu wird die Naturfreude Internationale ein Austauschprojekt zwischen StudentInnen und jungen TouristikerInnen aus der Region und aus Europa initiieren und gemeinsam mit den Teilnehmenden spezifische Bildungsmaterialien zum Aufbau eines nachhaltigen Tourismus in der Region erarbeiten.


 
 
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