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Infos aus der Landschaft des Jahres 2018/2019 – Senegal/Gambia (5)
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© Eve Andersson/Gambia Tourist Board

Naturschutz und Biodiversitätserhalt in der "Landschaft des Jahres" 

Das als „Landschaft des Jahres 2018/2019 – Senegal-Gambia“ ausgewählte Gebiet im Bereich der Städte Koungheul (Senegal) und Janjanbureh (Gambia) liegt am Rande der Sahelzone und ist durch die Folgen des Klimawandels gezeichnet. Auf der senegalesischen Seite sind die Auswirkungen auf Vegetation und Artenvielfalt besonders deutlich. Die gambische Seite profitiert vom Vorhandensein des Gambia-River, der eine wichtige Rolle für den Erhalt der Biodiversität spielt.

Hier liegt der River Gambia National Park, 40 Kilometer von Janjanbureh in südwestlicher Richtung entfernt. Er umfasst eine Fläche von 580 km2 und stellt ein wichtiges Biodiversitätsreservoir dar. Er ist auch unter dem Namen Baboon-Islands (Pavian-Inseln) bekannt, nach dem dort endemisch vorkommenden Guineapavian (Papio papio). Der vorherrschende Vegetationstypus ist tropischer Galeriewald mit einer beeindruckenden Vielfalt an Vogelarten. Der Zugang zum Nationalpark ist streng reguliert. Auf den Baboon-Islands ist das private Chimpanzee Rehabilitation Project (CRP) angesiedelt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Gambia kaum mehr wild lebende Schimpansen. Im Rahmen des privaten Projektes werden seit 1979 aus illegalem Handel konfiszierte Tiere betreut, wieder an ein Leben in Freiheit gewöhnt und auf eine spätere Auswilderung auf den Inseln vorbereitet. Der River Gambia National Park zeichnet sich durch eine reichhaltige Vogelfauna aus, auch weitere Affenarten, Flusspferde, Warzenschweine und Antilopen leben dort.


Etwa 5 km von Janjanbureh in östlicher Richtung befindet sich der Kunkilling Forest Park, dessen Nutzung unter staatlicher Kontrolle steht. Er ist öffentlich zugänglich und ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des Biodiversitätserhalts von großer Bedeutung. Ziel der für den Park verantwortlichen Behörden ist nachhaltiges Forstmanagement, wobei die BewohnerInnen der umliegenden Dörfer eingebunden sind. Es wurden auch sanft-touristische Angebote initiiert, die die BesucherInnen für den Schutz und die Erhaltung des Waldgebietes als Biodiversitätsreservoir sensibilisieren sollen. Auf mehreren Wanderwegen und von einer Beobachtungsplattform aus können die BesucherInnen die reichhaltige Vogelwelt beobachten. 


Im senegalesischen Teil der Landschaft des Jahres haben die Folgen des Klimawandels, Abholzung und Buschbrände zu einem dramatischen Rückgang der typischen Waldsavannen geführt. Dennoch sind im Gebiet von Koungheul 131 ha Fläche mit vier „Forêts classées“ bestanden. Dabei handelt es sich um staatlich ausgewiesene Waldgebiete, deren Bewirtschaftung reglementiert ist, darunter ein grenzüberschreitender Wald – das „Massif Communautaire de Mousdalifa“. Hier ist angedacht, im Rahmen der Landschaft des Jahres gemeinsame Sensibilisierungsaktivitäten zur Vorbeugung von Buschbränden und zur Vermeidung extensiver Abholzung durchzuführen. Die Naturfreunde von Koungheul sind auch dabei, zur Förderung von sanftem Tourismus in ihrem Gebiet Wanderwege anzulegen. 



 
 
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