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WELT-TOURISMUSTAG 2017: TOURISTEN NICHT ERWÜNSCHT!?
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Proteste von Einheimischen versus Jubelmeldungen der Tourismuswirtschaft über steigende Gästezahlen – Die Naturfreunde fordern Qualität und Nachhaltigkeit anstelle von unreflektiertem Wachstum!

Wien, 25. September 2017

„Sustainable Tourism – a Tool for Development“ ist das Motto des Welttourismustages am 27. September. Im „Internationalen Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ rückt die internationale Tourismusorganisation UNWTO die Bedeutung des Tourismus für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 in den Vordergrund. 


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Berlin Deklaration

  

 

 
Doch von einer nachhaltigen Entwicklung oder gar einer Trendumkehr im Tourismus ist nicht viel zu bemerken. Im Gegenteil: Die Jubelmeldungen über Zuwächse im Tourismus werden von Protesten Einheimischer übertönt, die sich von den Touristenmassen überrollt fühlen. Die vom Tourismus verursachten Treibhausgasemission steigen rasant an und insbesondere der Flugtourismus wird mehr und mehr zum Klimakiller. Das Schlagwort des „Over Tourism“ geistert durch die Medien und sollte zum Nachdenken über die Zukunft des Tourismus anregen.

Höchste Zeit für eine Trendwende im Tourismus!
Die Tourismuswirtschaft hat jahrzehntelang auf unkontrolliertes Wachstum gesetzt und ihre Pläne allzu oft ohne Beteiligung der einheimischen Bevölkerung und ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt umgesetzt. Mit dem Aufschrei der Bevölkerung und den nicht mehr zu leugnenden negativen Auswirkungen des Tourismus auf Natur und Klima werden die Grenzen dieser Entwicklung aufgezeigt.
„Damit der Tourismus auch tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 beitragen kann, braucht es eine grundlegende Neuorientierung“, betont Andrea Lichtenecker, Geschäftsführerin der Naturfreunde Internationale (NFI). „Der Tourismus muss die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards sicherstellen, die Menschen in den Reiseländern an der touristischen Entwicklung beteiligen und den Natur- und Klimaschutz ernst nehmen.“ Gefordert sind alle Akteure – Reisewirtschaft, Politik und die Reisenden selbst.


„Berlin Deklaration“ gibt Stellschrauben für einen zukunftsfähigen Tourismus vor
Wie dies funktionieren kann, haben zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt – darunter auch die NFI – mit der „Berlin Deklaration für eine Transformation im Tourismus“, die im März veröffentlicht wurde, aufgezeigt. Die Deklaration identifiziert konkrete Stellschrauben für einen Wandel hin zu einem fairen, nachhaltigen Tourismus der Zukunft.
 
Dazu gehören:
•    Frühzeitige und effektive Beteiligung der Menschen in den Zielländern bei Tourismusplanungen und während der touristischen Entwicklung; insbesondere die Beteiligung benachteiligter und verletzlicher Teile der Bevölkerung sowie die Stärkung und der Schutz von Menschenrechtsverteidigern.

•    Soziale Sicherheit, existenzsichernde Löhne und Aufstiegschancen für lokale Arbeitskräfte sowie die Förderung eigener, lokaler Tourismusinitiativen.

•    Nachhaltige Produktions- und Konsummuster, durch die Umwelt und Klima geschützt und die Menschenrechte geachtet werden.

•    Eine Abkehr vom Wachstumsfetisch: Nicht mehr Tourismus führt zur nachhaltigen Entwicklung, sondern eine Abkehr vom vorherrschenden ausbeuterischen Tourismusmodell hin zu einem sozial- und umweltverträglichen Tourismus.

Die Berlin Deklaration im Detail finden Sie hier:
http://www.transforming-tourism.org/berlin-declaration-on-transforming-tourism.html

Informationen zur Tourismusarbeit der NFI finden Sie hier: www.tourismus.nf-int.org


Die Naturfreunde Internationale (NFI) ist der internationale Dachverband der Naturfreundebewegung mit 49 Mitgliedsorganisationen und rund 350.000 individuellen Mitgliedern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Gestaltung und Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft. Die NFI ist Mitglied der „Green 10“, ein Zusammenschluss der zehn führenden Umwelt-NGOs, die auf EU-Ebene aktiv sind. www.nf-int.org | www.tourismus.nf-int.org

Mit dem Naturfreunde Klimafonds bietet die NFI allen Reisenden die Möglichkeit, als Ausgleich für Flug- und PKW-Reisen Klimaschutzprojekte der Naturfreunde in Afrika zu unterstützen und so ihren persönlichen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit zu leisten. Die Beitragszahlungen fließen zu 100 Prozent in konkrete Maßnahmen vor Ort, welche die Folgen des Klimawandels mildern und/oder zum Klimaschutz beitragen. www.climatefund.nf-int.org
 
 
Kontakt:
Cornelia Kühhas
Naturfreunde Internationale, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)1 89 23 877-13

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