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AGENDA 2030 BRAUCHT GRUNDLEGENDE TOURISMUSWENDE!
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Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Richtungsänderung im Tourismus
  Wien, 13. März 2017
 
Die Naturfreunde Internationale fordert in einer gemeinsamen Deklaration mit Partnerorganisationen aus aller Welt eine grundlegende Richtungsänderung im Tourismus. Fairness, Zukunftsorientierung und Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen müssen die Grundlage jeder touristischen Entwicklung sein.
 

2017 ist das „Internationale Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“. Die Vereinten Nationen unterstreichen damit die wichtige Rolle des Tourismus zur Erreichung der globalen Entwicklungsziele im Sinne der Agenda 2030, die 2015 von der internationalen Gemeinschaft verabschiedet wurde. „Damit der Tourismus aber tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, braucht es eine Neuorientierung der Tourismusbranche und ein entsprechendes Bewusstsein der Reisenden“, betont Andrea Lichtenecker, Geschäftsführerin der Naturfreunde Internationale. „Der Tourismus muss sich an den Entwicklungszielen der Agenda 2030 orientieren, die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards sicherstellen, die Menschen in den Reiseländern beteiligen und den Natur- und Klimaschutz ernst nehmen.“ Gefordert sind alle Akteure – Reisewirtschaft, Politik und die Reisenden selbst.


Mamadou Mbodji, Vizepräsident der Naturfreunde Internationale und Vorsitzender des Afrika-Netzwerkes der Naturfreunde hat im Vorfeld der internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB) an einer Arbeitsgruppe zur Erstellung der Berlin-Deklaration für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus mitgewirkt. Er fordert vor allem soziale Gerechtigkeit und Solidarität im Tourismus: „Ein großer Teil der Gewinne der internationalen Tourismuswirtschaft entsteht auf Kosten der Menschen in den Reiseländern. In vielen Reisedestinationen werden Menschen ausgebeutet, Menschenrechte verletzt und die Natur zerstört. Und der internationale Flugverkehr trägt wesentlich zum Klimawandel bei, dessen Folgen die Menschen in den Ländern des globalen Südens besonders treffen.“

Berlin-Deklaration „Transforming Tourism“: Abkehr vom ausbeuterischen Tourismusmodell
„Fairness, Zukunftsorientierung und Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen müssen die Grundlage jeder touristischen Entwicklung sein“, so Andrea Lichtenecker. Die Naturfreunde Internationale hat gemeinsam mit mehr als 30 VertreterInnen von Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus 19 Ländern – darunter etwa die Hälfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern – die Berlin-Deklaration „Transforming Tourism“ erarbeitet und auf der ITB präsentiert. Die Deklaration identifiziert konkrete Stellschrauben für einen Wandel hin zu einem fairen, nachhaltigen Tourismus der Zukunft.


Dazu gehören:
•    Frühzeitige und effektive Beteiligung der Menschen in den Zielländern bei Tourismusplanungen und während der touristischen Entwicklung. Die Beteiligung benachteiligter und verletzlicher Teile der Bevölkerung sowie die Stärkung und der Schutz von Menschenrechtsverteidigern erfordern besondere Aufmerksamkeit.
•    Soziale Sicherheit, existenzsichernde Löhne und Aufstiegschancen für lokale Arbeitskräfte sowie die Förderung eigener, lokaler Tourismusinitiativen.
•    Nachhaltige Produktions- und Konsummuster, durch die Umwelt und Klima geschützt und die Menschenrechte geachtet werden.
•    Eine Abkehr vom Wachstumsfetisch: Nicht mehr Tourismus führt zur nachhaltigen Entwicklung, sondern eine Abkehr vom vorherrschenden ausbeuterischen Tourismusmodell hin zu einem sozial- und umweltverträglichen Tourismus.

Die Deklaration im Detail (englisch; eine deutschsprachige Übersetzung folgt in Kürze): www.transforming-tourism.org/berlin-declaration-on-transforming-tourism.html


Unterstützen Sie die Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus!
Alle – ob Einzelperson oder Organisation –, denen Fairness und Nachhaltigkeit im  Tourismus am Herzen liegt, sind aufgerufen, die Deklaration „Transforming Tourism“ zu unterzeichnen und aktiv an einer Tourismuswende mitzuarbeiten.
www.tourismconcern.org.uk/berlin-declaration-transforming-tourism


Online-Portal zu Tourismus und den Zielen der Agenda 2030
Ergänzend zur Berlin-Deklaration ist unter der Federführung von neun internationalen NGOs – darunter die Naturfreunde Internationale – das Online-Kompendium „Tourism in the Agenda 2030“ entstanden. AutorInnen aus verschiedenen Ländern zeigen auf, wie der Tourismus zur Erreichung der einzelnen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung beitragen kann und welche besonderen Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Tourismusentwicklung gemeistert werden müssen.
www.transforming-tourism.org



Die Naturfreunde Internationale (NFI) ist der internationale Dachverband der Naturfreundebewegung mit mehr als 50 Mitgliedsorganisationen und rund 350.000 Mitgliedern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Gestaltung und Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft. Die NFI ist Mitglied der „Green 10“, ein Zusammenschluss der zehn führenden Umwelt-NGOs, die auf EU-Ebene aktiv sind. www.nf-int.org
Mit dem Naturfreunde Klimafonds bietet die NFI allen Reisenden die Möglichkeit, als Ausgleich für Flug- und PKW-Reisen Klimaschutzprojekte der Naturfreunde in Afrika zu unterstützen und so ihren persönlichen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit zu leisten. Die Beitragszahlungen fließen zu 100 Prozent in konkrete Maßnahmen vor Ort, welche die Folgen des Klimawandels mildern und/oder zum Klimaschutz beitragen. www.climatefund.nf-int.org

 

  Kontakt:

Cornelia Kühhas
Naturfreunde Internationale, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0)1 89 23 877-13

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