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FACHBESUCHERTAGE 2015 DER FERIEN-MESSE WIEN
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Nachlese

Die CSR-Tage der Ferien-Messe Wien, in den letzten Jahren von NFI – respect und ECPAT veranstaltet, wurden heuer zu den „Fachbesuchertagen“ ausgebaut. Der Themenfokus des Programmes, das gemeinsam mit den Partnern ÖGAF, Club Tourismus, Travel Industry Club Austria und HSMA gestaltet wurde, lag auf Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie auf CSR und Nachhaltigkeit.

Die Fachbesuchertage 2015 bildeten den Auftakt für eine Reihe von Aktivitäten und Projekten der NFI – respect anlässlich des Europäischen Jahres für Entwicklung.
 
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--> Die Aufzeichnungen der Diskussionsveranstaltungen von NFI – respect und ECPAT finden Sie auf dem NFI-Youtube-Channel.
 
 
Ein Highlight der Fachbesuchertage 2015:
Österreichischer Reise-Verband unterzeichnet Erklärung zu Menschenrechten
Als erstes Unternehmen der Tourismusbranche in Österreich unterzeichnete der Österreichische Reise-Verband (ÖRV) das Commitment für den Beitritt zum „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“.  „Wir begrüßen die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte des UN Menschenrechtsrats und bekennen uns zu unserer menschenrechtlichen Verantwortung und Sorgfaltspflicht im Tourismus“, erklärte Dr. Josef Peterleithner, Präsident des ÖRV. --> Presseaussendung "Österreichischer Reise-Verband unterzeichnet Erklärung zu Menschenrechten".
 
Nicht wegsehen! Menschenrechte und sexuelle Ausbeutung im Tourismus – Reisebranche und Reisende in der Verantwortung

TeilnehmerInnen:
ASTRID WINKLER / ECPAT
JÜRGEN UNGERBÖCK /  Bundeskriminalamt
PETRA THOMAS / forum anders reisen
JULIA BALATKA / Odysee Reisen
JOSEF PETERLEITHNER / ÖRV

Moderation: CATHRINE SCHWENOHA /NFI
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Zusammenfassung:
In diesem Themenblock wurde über Meldemechanismen im Hinblick auf sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus diskutiert. Die Anforderungen an Meldestellen und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen wurde ebenso diskutiert wie der Umgang mit Kunden und die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Tourismusunternehmen. Anhand von aktuellen Anklagen potenzieller Täter wurde auch über Maßnahmen zum Erkennen bzw. zur Vermeidung von sexuellem Kindesmissbrauch im Tourismus diskutiert. Wichtig empfanden hierbei die ExpertInnen auf de m Podium die Sensibilisierungsarbeit auf allen Ebenen – bei den MitarbeiterInnen im Unternehmen genauso wie bei den Reisenden. Die Verantwortung zum Hinsehen liegt nicht nur beim Gesetzgeber, sondern bei jedem/jeder Einzelnen.



Im Fokus: Nachhaltigkeitszertifizierungen von Destinationen

TeilnehmerInnen:
DAGMAR LUND-DURLACHER / modul university vienna, Vorsitzende Zertifizierungsrat TourCert
OTTO FICHTL / VKI, Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus
KARL REINER / ÖAR
SANDRA HILLERZEDER / Gewinnerin tourissimus 2014

Moderation: CATHRINE SCHWENOHA / NFI
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Zusammenfassung:

Sandra Hillerzeder, Tourissimus-Gewinnerin 2014, präsentierte zum Einstieg die Ergebnisse ihrer Masterarbeit „Nachhaltigkeit für Destinationen“, in welcher sie der Frage nachging, welchen Einfluss ein Nachhaltigkeitszertifikat auf die Destinationswahl in der Reiseentscheidungsphase hat. Frau Hillerzeder kam zum Ergebnis, dass das Bewusstsein für Labels bei den Befragten nur knapp über der Hälfte lag und Nachhaltigkeitszertifikate per se kein kaufentscheidendes Argument sind. Sie dienen Reisenden vielmehr als Orientierungshilfe und den Unternehmen als Instrumentarium, um Nachhaltigkeit nach außen zu kommunizieren.

Die PodiumsdiskutantInnen haben das steigende Interesse an Labels bestätigt und betont, dass Nachhaltigkeits-Labels als Qualitätsmerkmal fungieren, aber nicht als (alleiniges) Marketing-Tool dienen können. Die Herausforderung bei der Etablierung eines Labels für eine Destination ist die Zusammenarbeit aller Stakeholder. Um die Bekanntheit von Labels zu steigern und um dem Gast die Qualität und die zugrunde liegenden Kriterien einheitlich zu vermitteln, sehen die ExpertInnen in Zukunft eine Chance in der Zusammenarbeit bestehender Labels sowie auf Metaebene (EU-Ebene).


CSR im Tourismus braucht Ausbildung!

TeilnehmerInnen:
BIANCA ANDERHUBER
JÜRGEN KÜRNER / Direktor Tourismusschulen Semmering, Sprecher Direktorenverband der Österreichischen Tourismusschulen
GÜNTER MOSER / Leiter Berufsschule für Handel und Reisen, Wien
ERICH CZERNY / Direktor Tourismusschulen Salzburg-Bramberg
PETRA THOMAS / forum anders reisen

Moderation: CATHRINE SCHWENOHA / NFI
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Zusammenfassung:

Zu Beginn der Diskussionsrunde stellte Bianca Anderhuber die Forschungsergebnisse ihrer Masterarbeit zur Verankerung von CSR in der Tourismusausbildung vor: Bei CSR stehen das Handwerk und die Menschen im Vordergrund sowie eine neue Werteorientierung. „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ erfordert das eigenständige Erkennen von Entwicklungen und das eigenständige Finden von Lösungen.

Die PodiumsdiskutantInnen waren sich in der darauf folgenden Diskussion einig, dass konkrete fachliche, aber auch persönliche Kompetenzen wie Empathie, Achtsamkeit, genauso wie Zahlenaffinität und Verständnis für die Reisebranche essentiell sind. Die Qualität der Ausbildung sollte u.a. einen output-orientierten Unterricht beinhalten, ebenso Feedback von Lehrenden und SchülerInnen in Unterricht und Praxisausbildung, Achtsamkeit und Flexibilität der LehrerInnen. Kooperationen mit der Wirtschaft sind dabei das Um und Auf.

 
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