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Erstmals gemeinsame Verantwortung für Menschenrechte im Tourismus
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Acht Unternehmen aus der Reisebranche bekennen sich erstmals gemeinsam zur Verantwortung für die Menschenrechte – österreichische Branche noch gefordert

München, 7.10.2013

Ein Reiseverband und sieben deutsche und schweizer Reiseveranstalter bekennen sich erstmals gemeinsam zu ihrer Verantwortung für die Menschenrechte. Mit der Unterzeichnung eines „Commitments zu Menschenrechten im Tourismus“ am 7. Oktober im Rahmen der Fachtagung des „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“ in München erklären sich die Unternehmen unter anderem dazu bereit, eine Menschenrechtsstrategie zu entwickeln und diese konsequent in ihre Unternehmensabläufe und in die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Lieferanten einzubinden.

Die Unternehmen wollen zudem die Auswirkungen ihres Handelns auf die Menschenrechte systematisch erfassen und einen Beschwerdemechanismus entwickeln, damit Verstöße angemessen und zeitnah behoben werden können. „Die Pionierarbeit der Erstunterzeichner ist Motivation für die gesamte Reisebranche, sich ihrer menschenrechtlichen Verantwortung zu stellen. Sie zeigen, dass es möglich ist und wie es geht. Nun sind auch österreichische Reiseveranstalter und Verbände gefordert, ihr Engagement zu verstärken“, so Andreas Zotz von Naturfreunde Internationale – respect, Kontaktstelle der Initiative „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“ in Österreich.

Aktiver Einsatz für Menschenrechte
„Wir haben uns entschieden aktiv zu werden und dafür zu sorgen, dass durch unsere Geschäftstätigkeit keine Menschenrechte verletzt werden. Dies liegt im Interesse unserer Kundschaft, unserer Geschäftspartner und vor allem der Menschen in den Reiseländern“, erläutern die unterzeichnenden Unternehmen a&e erlebnis:reisen, Gebeco, Hauser Exkursionen, Kuoni, ONE WORLD, Studiosus, viventura sowie der Verband für nachhaltigen Tourismus forum anders reisen e.V.

Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer von Studiosus und Mit-Initiator des Roundtables, ergänzt: „Menschenrechte sind kein neues Thema im Tourismus, aber sie sind ein Thema, bei dem die Branche gefordert ist, neue Wege zu beschreiten. Es geht um Arbeitsbedingungen, den Schutz vor Diskriminierung und die Rechte von Kindern, Frauen und indigenen Völkern. Und es geht um die gestiegene Verantwortung von Unternehmen auch und gerade vor dem Hintergrund der Umwälzungen in Nordafrika und Nahost.“

Management-Leitfaden und Online-Fortbildungsmodul unterstützen bei der Umsetzung
Aufbauend auf den ersten praktischen Erfahrungen von Reiseveranstaltern und angelehnt an die von den Vereinten Nationen 2011 verabschiedeten „Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“, hat der Roundtable einen Management-Leitfaden für Tourismusunternehmen und ein internetbasiertes Fortbildungsmodul entwickelt. Diese Dokumente sind öffentlich zugänglich und sollen Führungs- und Fachkräfte in der Tourismuswirtschaft unterstützen, die menschenrechtliche Sorgfalt im unternehmerischen Alltag wahrzunehmen.

Der Roundtable für Menschenrechte im Tourismus
Bereits 2012 haben sich Unternehmen, Zivilgesellschaft und Politik zur Initiative „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“ zusammengeschlossen. Sie versteht sich als offene Plattform zur Förderung der Menschenrechte im Tourismus.

 

Eine digitale Pressemappe mit den Profilen und Erklärungen der Reiseveranstalter, den Fotos der Unterzeichnung sowie alle genannten Materialien finden sie auf der Internetseite des Roundtables: www.menschenrechte-im-tourismus.net


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Die Erstellung des Leitfadens wurde gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit.



Im „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“ haben sich bisher folgende Organisationen und Unternehmen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengeschlossen: akte - arbeitskreis tourismus & entwicklung, a&e erlebnis:reisen, Brot für die Welt – Tourism Watch, Deutsches Global Compact Netzwerk, forum anders reisen e.V., Gebeco, Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik, Hauser Exkursionen, kate – Umwelt und Entwicklung, Kuoni, Naturfreunde Internationale, ONE WORLD, Studiosus, TourCert und viventura. Das Deutsche Institut für Menschenrechte begleitet die Aktivitäten inhaltlich.

Kontaktstelle für den „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“ in Österreich ist Naturfreunde Internationale – respect
Mag.(FH) Andreas Zotz
Diefenbachgasse 36/9, A-1150 Wien
This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it | Tel. +43-1-8923877-19  www.nf-int.org

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