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Vogelparadies am Steppensee
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Foto: Naturpark Burgenland

Vom Rosaliengebirge zum Neusiedler See

Zwischen den östlichsten Ausläufern des Alpenvorlandes und der pannonischen Steppenregion im Grenzgebiet von Österreich und Ungarn erstreckt sich sanft in die Pannonische Tiefebene eingebettet der Neusiedler See – Europas westlichster Steppensee – auf einer Fläche von etwa 320 km2.

Weht der Wind über das durchschnittlich nur 1,5 m tiefe Gewässer wird der schlickige Boden aufgewühlt, wodurch der See seine charakteristische bräunlich-schlammige Farbe erhält.

Entlang des Westufers, das durch die sonnigen Hänge des Leithagebirges im Nordwesten und das Ruster Hügelland im Westen begrenzt wird, führt der Natura Trail durch eine faszinierende, seit Jahrtausenden vom Mensch geprägte Landschaft. Zahlreiche natur- schutzfachlich wertvolle Lebensräume wie Schilfröhricht, Feucht- wiesen, Trockenrasen und Weingärten beherbergen teils seltene Tiere und Pflanzen.

Die Ortschaften entlang des Westufers sind vom Weinbau geprägte kulturhistorische Kleinode, deren Architektur die wechselvolle Besiedlungsgeschichte und die Weinbautradition widerspiegelt, etwa die denkmalgeschützten Streckhöfe oder die typischen Bogengassen Breitenbrunns.
Der See wird hauptsächlich durch Niederschläge gespeist, zusätzlich sorgen einige kleinere Zuflüsse wie die Wulka für eine Wasserzufuhr. Es gibt keine natürlichen Abflüsse, jedoch entstehen durch Verdunstung erhebliche Wasserverluste.

Der imposante Schilfgürtel des Sees nimmt mit ca. 180 km2 Ausdehnung mehr als die Hälfte der Seefläche ein. Er bildet das, nach dem des Donaudeltas, zweitgrößte Schilfgebiet Europas. Die heutige Ausdehnung geht größtenteils auf den im Jahr 1910 errichteten Einser Kanal zurück: Durch den künstlich Abfluss, der die natürlichen Extreme wie Überschwemmungen und das Trockenfallen des Sees regulieren sollte, schuf man gleichzeitig einen stabileren Wasserstand – optimale Wuchsbedingungen für das Schilf. Auch durch den Rückgang der traditionellen Weidewirtschaft und durch erhöhte Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft konnte sich das Schilf sowohl see- als auch landseitig ausbreiten.

 

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