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Naturerleben in Niederösterreichs Grenzregion
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Auf sechs Themenwegen durch die Natura 2000-Gebiete am Grünen Band

27. Mai 2011

Auf abwechslungsreichen Wanderungen oder Radtouren die Europaschutzgebiete in Niederösterreichs Grenzregion kennenlernen – das ermöglichen die sechs Natura Trails der Naturfreunde Internationale und des NATURSCHUTZBUND NÖ, die durch bisher eher wenig bekannte Regionen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs führen.

Auch abseits der beiden viel besuchten Nationalparks Donauauen und Thayatal laden entlang der niederösterreichischen Grenze zu Tschechien und zur Slowakei zahlreiche landschaftliche Kleinode zum Naturerleben ein. St. Martin im westlichen Waldviertel, wo die frei fließende Lainsitz seltenen Arten wie Bachneunauge, Flussperlmuschel und Fischotter einen Lebensraum bietet, das tief eingeschnittene Thayatal bei Drosendorf, die Weinbaulandschaft im Retzer Raum, deren Trockenrasen eine besondere Vielfalt an gefährdeten Pflanzenarten beherbergen, die March-Thaya-Auen mit ihren ursprünglichen Auwäldern und weiten Wiesen und die Hainburger Berge mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, sie alle können entlang der neuen Natura Trails erkundet werden. Handliche Folder dienen als Wegweiser, ergänzend dazu bietet die Website www.natura2000amgruenenband.at die Möglichkeit zu virtuellen Ausflügen in die Natur mittels animierter Karten mit Informationen zu Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, dem Verlauf der Routen in Google Earth und dem Download von GPS-Daten. Einen Überblick über alle Natura Trail Regionen bietet die Broschüre „Natura 2000 erleben am Grünen Band“, die ebenso wie die Folder kostenlos bei der Naturfreunde Internationale und beim Naturschutzbund NÖ bestellt werden kann.

„Die niederösterreichischen Europaschutzgebiete entlang des „Grünen Bandes“ bewahren eine außergewöhnliche Artenvielfalt für künftige Generationen. Mit den Natura Trails wird der Grundgedanke von Natura 2000, die Erhaltung von gefährdeten Tieren, Pflanzen und Lebensräumen in Einklang mit den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung, kommuniziert und mit einem attraktiven Erholungsangebot kombiniert“, so der niederösterreichische Naturschutz Landesrat Stephan Pernkopf.

„Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit in der Natur, ein Trend, den sich auch der Naturschutz zu Nutze machen kann,“ so Andrea Lichtenecker von der Naturfreunde Internationale, „Wir wollen mit unseren Natura Trails zu einem rücksichtsvollen und bewussten Aufenthalt in der Natur motivieren, bei dem die BesucherInnen offenen Auges die Kostbarkeiten der heimischen Flora und Fauna kennen und schützen lernen.“

Naturschätze sichtbar machen
Dort wo bis 1989 der Eiserne Vorhang Europa fast vierzig Jahre lang geteilt und die Grenzregionen an den Rand des allgemeinen Interesses gedrängt hatte, blieben zahlreiche naturnahe Landschaften erhalten, die heute als „Grünes Band“ das längste Biotopverbundsystem Europas von Murmansk am Eismeer bis Burgas am Schwarzen Meer bilden.
Niederösterreich hat mit 408 km Grenze zu Tschechien und zur Slowakei Anteil am „Grünen Band“. Von den Mooren des Waldviertels über die Aulandschaften an Thaya, March und Donau bis hin zu den Trockenrasen der Hainburger Berge reihen sich hier 10 Europaschutzgebiete aneinander, die einen wichtigen Bestandteil des europäischen Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerks bilden.
Die sechs Natura Trails vermitteln anschaulich, warum diese Regionen von europäischer Bedeutung sind. Margit Gross vom Naturschutzbund NÖ: „Wenn die Bevölkerung versteht, was und warum geschützt wird, entsteht eine Identifikation mit den Schutzgebieten. Dann kann auch ein Dialog über die Chancen, die Natura 2000 für Mensch und Natur bietet, beginnen.“
"Viele Menschen unternehmen weite Reisen, um ihrer Sehnsucht nach unberührten Landschaften nachzukommen. Dabei liegt das Gute so nahe: die vielfältigen Landschaften an Niederösterreichs Grenze eignen sich ausgezeichnet für einen nachhaltigen Tourismus,“ sind Andrea Lichtenecker und Margit Gross überzeugt. Bei den Natura Trails steht eine naturverträgliche Freizeitnutzung im Vordergrund. So verlaufen alle Trails auf bereits bestehenden Wegen, um zusätzliche Eingriffe in die Schutzgebiete zu vermeiden. Bei der Routenplanung wurden besonders sensible bzw. schon jetzt stark besuchte Regionen bewusst ausgespart, zudem wurde Wert auf die Möglichkeit zu einer umweltfreundlichen Anreise mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt.

Weitere Infos und Bestellung von Natura Trail Foldern (kostenlos):

Naturfreunde Internationale
Diefenbachgasse 36, 1150 Wien
www.nf-int.org

NATURSCHUTZBUND NÖ
Mariannengasse 32/2/16, 1090 Wien
www.noe-naturschutzbund.at

www.natura2000amgruenenband.at  

 

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