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Tourismus in der Entwicklungszusammenarbeit

Mit Tourismus verbinden besonders ärmere ländliche Regionen weltweit große wirtschaftliche Hoffnungen. Damit diese nicht enttäuscht werden muss bedacht werden dass Tourismus ein komplexer Wirtschaftszweig ist der viel Know-how und Professionalität erfordert. Erfolgreiche Tourismusprojekte laufen nicht „nebenbei“. Wichtig ist auch, dass die betroffene Bevölkerung in die Entwicklung von Tourismus in ihrer Heimat partnerschaftlich eingebunden wird. Der Großteil der Einkommen aus dem Tourismus sollte der einheimischen Bevölkerung zugute kommen. Von der guten Ausbildung der lokalen Beschäftigten, die als Guides oder Hoteliers lernen ihren Gästen die Kultur und Natur ihrer Heimat näher zu bringen, hängt dabei viel ab.

Idealerweise wächst durch den Kontakt mit Gästen der Stolz auf und die Freude an der eigenen Region – ein wichtiger (Neben-)Effekt! Arbeitsplätze entstehen, der Druck auf junge Leute, in städtische Gebiete oder gar andere Länder auswandern zu müssen, lässt nach.

Positiver oder negativer Faktor
Tourismus kann also ein sehr positiver Faktor gerade für ärmere ländliche Regionen sein, ist es aber häufig nicht. Der Schwerpunkt der internationalen Tourismuskritik liegt nicht umsonst auf den zahlreichen negativen Auswirkungen von Tourismusprojekten gerade in so genannten Entwicklungsländern. Zu diesen negativen Auswirkungen zählen zum Beispiel Ressourcenkonflikte (etwa die Vertreibung von Fischern von Küstengebieten, die für Investoren für die Errichtung von Hotelkomplexen interessant erschienen) oder die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern (mehr Infos auf www.ecpat.at). Auch ungerechte Entlohnung von Angestellten oder MitarbeiterInnen im Tourismus ist immer wieder ein Thema.

Tourismus und Armutsbekämpfung
In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit wird Tourismus zunehmend als viel versprechender Hebel im Kampf gegen Armut gesehen. Verschiedene nationale Entwicklungsorganisationen wie zum Beispiel die deutsche giz (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) unterstützen daher Tourismusprojekte. Auch die UN-Tourismusorganisation (UNWTO) hat mit ST-EP (http://www.unwto.org/step) ein eigenes Programm zur Armutsbekämpfung aufgestellt, dessen Wirksamkeit sich weisen wird. Ein wichtiger Diskussionspunkt bei der Armutsbekämpfung durch Tourismusentwicklung ist die Messbarkeit: rein ökonomische Indikatoren – wie z.B. Anteil der Tourismuseinnahmen am Bruttoinlandsprodukt – liefern kein ausreichendes Bild, da soziokulturelle und ökologische Kosten großteils unberücksichtigt bleiben.

 

 

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