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Lebensqualität und Standortattraktivität. Kultur, Mobilität und regionale Marken als Erfolgsfaktoren
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Im Standortwettbewerb spielen weiche Faktoren wie die Lebensqualität eine immer stärkere Rolle. Was aber beeinflusst die Lebensqualität in einer Region? Wie wird sie von der Bevölkerung wahrgenommen? Und wie kann sie gesteigert werden?

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Harald Pechlaner, Monika Bachinger (Hrgb.)
2010, Erich Schmidt Verlag, Berlin
ISBN 978 3 503 11606 5

Ausgehend von der These, dass die Suche nach Sinn, Selbstverwirklichung und ganzheitlicher Lebensqualität zum neuen Antrieb unserer Gesellschaft wird, zeigen Harald Pechlaner, Monika Bachinger und weitere Autoren, wie Regionen durch die Verbesserung des Faktors Lebensqualität profitieren können. Dabei geht es um die Attraktivitätssteigerung sowohl für die Bevölkerung als auch für Investoren. Diese "Achse des Guten" (Andreas Reiter) umfasst Zeit-Wohlstand, sozialen Wohlstand und ökologischen Wohlstand.

Damit setzen die Autoren mit anderen Umschreibungen an der jungen Tradition der Nachhaltigen Regionalentwicklung an. Folgerichtig endet der Themenreigen auch mit 'Lebensqualität und regionale Identität', in dem sich u.a. Michael Weigl an die Voraussetzungen regionaler Identität heranwagt. Meike Eitel hingegen nähert sich der Nachhaltigkeit eher liberalistisch und behandelt Identität als Standortvorteil.

Vorher bewegen sich die AutorInnen im Kapitel 'Lebensqualität und Kultur' zwischen Brain Drain und Brain Gain in peripheren Regionen (sehr spannend Frans Coenen und Derek Jan Fikkers) und den subjektiven Wahrnehmungen Betroffener. Klaus Phillip Seif versucht zu zeigen, dass die Kulturförderung der BASF-Gruppe die Standortattraktivität steigert. Ob die Wissenschaftlichkeit gegeben ist, wenn der BASF Direktor für Kultur, Sport und Sozialberatung einen solchen Beitrag schreibt, sei dahingestellt.

In 'Lebensqualität und Mobilität' beeindruckt vor allem Claus Doll mit seinen - durchaus realistischen - Visionen von Mobilität in überregionalen Verkehrssystemen, die nicht nur die Zielkonflikte zwischen den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen berücksichtigt, sondern sich auch den überregionalen Veränderungen wie den Altersstukturen der Gesellschaft und neuen Wirtschaftssystemen stellt.

Das Buch arbeitet in allen Themen mit vielen Beispielen und Fallstudien und wirbt mit dem Profit der Erfahrungen erfolgreicher Regionen. Leider eben - wie so oft in der Literatur üblich - nur positive Beispiele. Dass man von nicht erfolgreichen, missglückten Beispielen mindestens ebensoviel lernen könnte, lassen die Herausgeber leider außer Acht. Dennoch: umfassend und lesenswert. Nicht immer widerspruchslos zu lesen, aber jedenfalls spannende Diskussionen anregend.

Christian Baumgartner, Juli 2010
 

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